Zaun und Säulen

Die wichtigste Investition bei Errichtung eines Wildgeheges ist der Zaun. Dieser soll langlebig und möglichst wartungsfrei sein. Es ist besser, zu Beginn etwas mehr in die Qualität des Zaunes zu investieren, als später mit viel größerem Aufwand und damit auch größeren Kosten immer wieder Reparaturen am Zaun zu haben!

Zaunarten

Es gibt eine Vielzahl von Materialien und Anbietern. In der Vergangenheit wurden vom Maschendrahtzaun, geschweißtem Zaungitter bis zu Baustahlgittern die verschiedensten Umzäunungen eingesetzt.

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Mittlerweile hat sich aber ein Zaunknotengeflecht international durchgesetzt! Dabei handelt es sich um hochwertigen Stahldraht, der aus durchgehenden Horizontal- und Vertikaldrähten besteht, wobei die horizontalen und vertikalen Drähte mit einem aufgesetzten Knoten verbunden sind. Die verbreitetsten Produkte für Wildgehege sind TITAN von Fa. TORNADO (GB) oder NODIMOR von Fa. Moreira (Portugal). Zäune, bei denen die vertikalen Drähte jeweils um die horizontalen gewickelt sind, haben eine geringere Haltbarkeit, die Knoten können von den Hirschen verschoben werden und können sogar aufgehen, da die vertikalen Drähte nicht durchgehend sind. Geschweißte Gitter sind nicht zu empfehlen, da sich diese weder dem Gelände anpassen, noch ordentlich gespannt werden können. Durch schräge Zugbelastung auf die Schweißpunkte können diese im schlimmsten Fall aufbrechen.

Zaunbefestigung

Die Zaunbefestigung richtet sich nach der Art der gewählten Zaunsäulen. Metallsäulen haben meist schon die Möglichkeit der Befestigung vorgesehen. Bei Holzsäulen wird der Zaun mit Schlaufen (U-Haken) befestigt.

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Auf jeden Fall ist es wichtig, dass sich der Zaun noch in der Längsrichtung gut bewegen kann – d.h. bei U-Haken diese keinesfalls ganz fest einschlagen, sondern noch genügend Spielraum lassen, dass sich der Horizontaldraht bewegen kann. Dies ist notwendig, um den Zaun nachzuspannen und um die Dehnung im Sommer/Winter zu gewährleisten. Wir empfehlen für diesen Zweck U-Haken mit Widerhaken, da diese gut sitzen, wenn sie auch nicht ganz eingeschlagen werden.

Werkzeuge

Gut geeignet sind jeweils zwei Kettenzüge, damit der Zaun an Kopf- und Fußdraht gespannt werden kann. Das ist v.a. im Gelände notwendig. Zum Spannen der einzelnen Drähte an den Ecksäulen,

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hat sich ein spezieller Spannhebel mit Drahtklemme bewährt. Jeweils entlang eines geraden Zaunstückes sollte eine Spannmöglichkeit bestehen. Dies kann z.B. durch Drahtklemmen von GRIPPLE oder RAPID erreicht werden. So können z.B. auch später auftretende Ausbauchungen wieder nachgespannt werden.